Muss Welzheim dem Atommüll weichen?

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Montag 15 August 2059 64014 Teilen

Muss Welzheim dem Atommüll weichen?

Endlagerstätte unter der Perle des Schwäbischen Waldes in der Diskussion.

Waiblingen. Seit 1960 das erste Kernkraftwerk in Bayern in Betrieb ging, ist nicht wirklich klar, wo der Atommüll endgelagert werden soll. Denn die geologischen Standortvoraussetzungen sind nicht leicht zu finden; es braucht undurchlässige Gesteinsformationen, die möglichst 300 m unter der Erdoberfläche liegen sollen. Für schwach- bis mittelradioaktive Abfälle wird das Endlager Konrad in Salzgitter 2027 in Betrieb gehen, für den hochradioaktiven Abfall hingegen hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) noch keinen geeigneten Ort gefunden.

Im Rems-Murr-Kreis – so der Verkehrsausschuss des Kreistags am 21. März – befinden sich zwei Teilgebiete, die als „kristallines Wirtsgestein“ für ein Endlager geeignet wären, deren Schutz durch das „Deckgebirge“ aber nur als „bedingt günstig“ gewertet wird. Dass es im Rems-Murr-Kreis ein drittes potenzielles Endlager gibt, gab das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) erst vergangene Woche bekannt: etwa 350 m unter dem Naturpark Schwäbischer Wald findet sich eine mehrere hundert Meter dicke Granit-Schicht, die ideale Bedingungen auch für die Einlagerung hochaktiver Abfälle bietet. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Der ideale Standort für den Schacht zur Erschließung der Endlagerstätte befindet ausgerechnet auf bewohntem Gebiet. Genauer gesagt im Bereich zwischen dem Welzheimer Kirchplatz und dem Gelände der Bürgfeldschule. Rechnet man noch die Zufahrten für schweres Gerät und die entsprechenden Lagerstätten dazu, wird wohl ein erheblicher Teil der schwäbischen Kleinstadt dem Zukunftsprojekt weichen müssen, zumal angesichts der Ukraine-Krise eine vorübergehende Wiederinbetriebnahme bereits stillgelegter Atommeiler diskutiert wird.

Die Chancen stehen gut, dass der Bund und das Land Baden-Württemberg die projektierte Verlegung der Stadt Welzheim um etwa zwei Kilometer Richtung Norden großzügig fördern wird, denn in den Kernkraftwerken stapeln sich schon die Container mit Atommüll und das Problem der Entsorgung ist dringender denn je. Natürlich ist das Projekt noch nicht in trockenen Tüchern und es bedarf auch noch der Genehmigung durch das Baurechtsamt des Rems-Murr-Kreises in Waiblingen. Wie das Welzheimer Rathaus auf die neue Situation reagiert, war bis Redaktionsschluss noch nicht bekannt – die Stadtverwaltung war für ein Stellungnahme bisher nicht zu erreichen.

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