STARKE FRAUEN - STARKE STORYS "Endometriose versaut mein Leben - jeden Tag aufs Neue"

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Samstag 28 Januar 2059 63983 Teilen

STARKE FRAUEN - STARKE STORYS

Was in ihrem Inneren stattfindet, nennt Rebecca Röver ein körperliches "Dawn of the Dead". Sie hat Endometriose - und seit über 8 Jahren Schmerzen. Wie es ist, wenn der Körper zum Feind wird.

Rebecca Röver, 32, lebt mit ihrem Mann und ihren 3 Kindern in Wegberg.
In meinem Körper findet ein körperliches "Dawn of the Dead" statt: Zellen wandeln sich zu Gewebe um, das man sonst nur in Gebärmutter oder Eileitern findet, und bekommen neues Leben eingehaucht. Sie treiben ihr Unwesen mit inneren Blutungen und Entzündungen. Ich habe Endometriose. Die Krankheit ist unheilbar.

Seit 8 Jahren leide ich an wiederkehrenden Schmerzen, von denen manche Frauen, die beides erlebt haben, sagen, sie seien schlimmer als Wehen. Viermal hätte mich die Krankheit fast das Leben gekostet und auch jetzt kämpfe ich wieder ums Überleben. Ich habe Organteile verloren. Ich habe Endometriose im Kopf, was einem Gehirntumor gleich gestellt wird. Endometriose ist chronisch, die Ursache unbekannt. So gibt es keine wirklich guten Therapien. Rebecca ist einer der ersten Frauen in Deutschland, wo eine Chemotherapie angewendet wird.

Mit Endometriose wird man nicht ernst genommen!
Und als wäre dies alles nicht schon schlimm genug, sieht man sich als Betroffene oft nur Missverständnissen und Unverständnis gegenüber. Viele Menschen denken, Endometriose zeige sich lediglich mit starken Regelschmerzen. Doch so fängt die Erkrankung oft nur an. Chronische Schmerzen, Darmverschluss, Organschäden, Selbstkatheterisierung, Nierenstauung - Themen, die unter Betroffenen häufiger vorkommen, als man vielleicht denkt.

Nicht jede Endometriose verläuft gleich heftig. Die Symptome sind auch nicht jeden Tag gleichermaßen schlimm. Dies sorgt in der Umwelt für Verwirrung und erweckt schnell den Eindruck, dass man gar nicht so krank sein könne.

Endometriose bestimmt mein Leben!
Das schlechte Gewissen begleitet mich jeden Tag. Besonders meinem Mann und meinen Kindern gegenüber, dessen Leben durch die Unberechenbarkeit meiner Erkrankung ebenso wenig planbar geworden ist. Verabredungen müssen spontan abgesagt werden, ich habe immer Angst, uns durch eine schlechte Phase Urlaub oder Wochenende zu versauen.
Oft genug liege ich vor Schmerzen mit der Wärmflasche auf der Couch und komme mir einfach nur nutzlos vor. Ich bin nicht alt, und trotzdem bin ich uralt. Joggen, Springen, Tanzen - das ist alles nicht mehr drin. Seitdem die Endo mit dem Ischias flirtet, ist auch Fahrradfahren kein einfaches Thema mehr. Meine einzige sportliche Aktivität: Ich gehe mit meinen Kindern spazieren, ohne die ich mich wahrscheinlich nur noch zuhause verkriechen würde.

Die letzte Operation liegt gerade Mal wenige Wochen zurück. Heute sind die Geschwüre wahrscheinlich wieder da. Die Ärzte meinen einstimmig, ich solle die Schmerzen solange aushalten, wie es nur ginge. Eine weitere Op ist ein großes Risiko.

Die Endo macht mich fertig. Die Endo isoliert mich. Ich habe Angst vor der Zukunft. Es ist ein täglicher Kampf, aber man kann nicht immer nur stark sein.

THEMEN Schmerz

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