Medienzeit - Das richtige Maß

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Internet, Computer- und Konsolenspiele sowie Fernsehen gehören für Kinder und Jugendliche zum Alltag. Hier ist allerdings das richtige Maß wichtig. Der Kompass Erziehung hilft Eltern dabei, sinnvolle Regelungen zu finden.

Wenn Kinder zu viel fernsehen oder im Internet surfen, bewegen sie sich weniger, können sich schlechter konzentrieren und laufen Gefahr zu vereinsamen. Viele Eltern fragen sich deshalb, wie viel sie ihren Kindern erlauben sollen. Eine entsprechende Regelung zu finden und einzuhalten, ist für Familien eine tägliche Herausforderung.

Die Zahlen sprechen für sich: 90 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen nutzen das Internet mehrmals Täglich. Drei von vier Kindern sehen täglich fern, jedes zweite Kind besitzt einen eigenen Fernseher. Die Hälfte der Kinder nutzen Konsolen mindestens ein Mal pro Woche. Eltern erscheint das oft zu viel und auch Experten raten zu maßvollem Medienkonsum.

Wie können Eltern einen verantwortungsbewussten Medienkonsum erreichen? Wichtig ist, dass Eltern klare Absprachen mit ihren Kindern über die Mediennutzung treffen. Darüber hinaus sollten insbesondere jüngere Kinder nicht vor dem Fernseher oder dem Computer alleine gelassen werden.

Internet
Experten raten, dass Eltern feste Zeiten vereinbaren sollten, die ihre Kinder am Computer verbringen dürfen. Die Initiative "Schau hin!" empfiehlt folgende Altersstaffelung:

bis 7 Jahre: 30 Minuten täglich
8 bis 9 Jahre: 45 Minuten täglich
10 bis 11 Jahre: 60 Minuten täglich
12 bis 14 Jahre: 75 Minuten täglich.
über 15: Selbstständigkeit

Darüber hinaus sollten sich die Eltern dafür interessieren, womit sich ihre Kinder im Internet beschäftigen. Um einen sorgfältigen Umgang mit dem Medium zu vermitteln, ist es beispielsweise sinnvoll, gemeinsam im Netz zu surfen. Außerdem sollten die Handys von jüngeren Kindern (bis 14 Jahre) nachts nicht in ihrem Zimmer liegen dürfen. Zu groß die Gefahr, dass heimlich gespielt wird. Eignen würde sich hier, dass die Kinder die Handys abends an eine Aufladestation im elterlichen Zimmer anschließen.

bis 7 Jahre: kein eigenes Smartphone empfohlen
8 bis 9 Jahre: kein eigenes Smartphone empfohlen
10 bis 11 Jahre: Abgabe um 20:30 Uhr
12 bis 13 Jahre: Abgabe um 21:30 Uhr
15 Jahre: Abgabe um 22:00 Uhr
über 15: Selbstständigkeit

Soziale Netzwerke und andere interaktive Angebote
Vor allem Jugendliche nutzen soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, SchülerVZ oder StudiVZ um mit ihren Freunden in Kontakt zu sein. 70 Prozent nutzen sie täglich oder mehrmals pro Woche. In "Online-Communities" können sie Kontakte aufbauen, festigen und entwickeln, sich in neuen Rollen ausprobieren und ein Profil erstellen. Neben Chancen gibt es aber auch eine Reihe von Risiken. Was überwiegt, hängt vom eigenen Verhalten ab und welche persönlichen Angaben veröffentlicht werden. Wenn Kinder und Jugendliche beginnen, diese Angebote zu nutzen, ist Unterstützung wichtig, damit sie lernen, was bei der Nutzung von Web 2.0- Angeboten zu beachten ist.

Computerspiele und Spielekonsolen
Computerspiele und Spielkonsolen sind höchst unterschiedlich. Vor dem Kauf oder Download sollten sich Eltern über das konkrete Spiel informieren, beispielsweise ob es den Werten entspricht, die in der Familie gelebt werden. Altersfreigaben geben einen Hinweis, welche Spiele geeignet sind. Wichtig ist, dass Eltern Regeln und feste Zeiten vorgeben, Interesse an den Spielen zeigen, sie sich erklären lassen und – zumindest ab und an – zusammen mit den Kindern spielen.

Fernsehen
Für den Fernsehkonsum gelten ähnliche Empfehlungen wie für das Internet. Wer einen täglichen Dauerzwist vermeiden will, sollte klare Absprachen mit den Kindern treffen. Gemeinsam sollte geklärt werden, wie lange und welche Programme sie schauen können.

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