Aufgespürt

Freitag 29 Mai 36783 Teilen

Aufgespürt

MÜNCHEN Wir hatten das außergewöhnliche Glück, am gestrigen Sonntag im Untergrund Münchens auf die bis zur Unkenntlichkeit getarnte Regensburger Autorin Lisa Weichart zu treffen. Als wir sie stante pede auf ein Interview ansprachen, mussten wir allerdings auf relativ barsche Weise erfahren, dass Weichart sich zu Recherchezwecken für die zehnte Überarbeitung ihres vierten Romanes im U-Bahn-Netz aufhielt. Der Verkehr der U 6 musste für mehrere Stunden ausgesetzt werden, da Weichart laut eigenen Angaben bei der Erwähnung des Begriffs "Netz" in eine akute Schreibphase verfallen war und sich mitten auf dem Gleisbett ausgebreitet hatte. Erst mittels eines Lockangebotes von Schoko-Tarte in Verbindung mit mehreren Litern Kaffee gelang es einem unserer Redakteure, die leicht neben der Spur stehende Schriftstellerin vom Ort des Geschehens zu entfernen, wofür die Verkehrsbetriebe kostenfrei eine Draisine zur Verfügung stellten.


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