Die Rückkehr des Zweitakters

Sonntag 25 August 89987 Teilen

Die Rückkehr des Zweitakters

Seit Beginn des VW-Dieselskandals im Jahr 2015 genießen die konventionellen Verbrennungsmotoren einen ehr zweifelhaften Ruf, während Elektrofahrzeuge an Beliebtheit zunehmen und laut Politik und Umweltverbänden als der Antrieb der Zukunft gilt. Die Sache hat nur leider einen Haken, den auch Elektrofahrzeuge fahren nicht CO²-Neutral. Die Herstellung des zum Laden benötigten Stromes kann nicht zu 100 aus Wind- und Sonnenenergie gewonnen werden. Erstrecht nicht, wenn die Zahl der Elektrofahrzeuge weiter zunehmen soll. Auch die Beschaffenheit der Infrastruktur zur Verteilung der elektrischen Energien von den dezentralen Erzeugeranlagen zu den heimischen Ladensäulen ist noch lange nicht auf den Stand die Masse an Elektrofahrzeugen zu bedienen. Was für Alternativen gibt es noch?

Ausgerechnet ein Zulieferbetrieb für VW, Audi, Skoda und Seat aus Sachsen soll es nun gelungen sein, einen neuen umweltfreundlichen Motor zu entwickeln - auf Basis eines Trabantmotors.
Was ist da passiert? Sonst galt der Trabant als klappernde Räucherkiste mit dem Hang, die Luft mit einem blauen, stechenden Geruch zu belegen. "Das ist zwar richtig, aber das gehört nun der Vergangenheit an!" berichtet Dip. Ing. Martin Müller, Abteilungsleiter der Motorenentwicklung der Firma CMW Motorwerke Chemnitz. "Wir fertigen diverse Motorkomponenten, sogar ganze Motoren für namenhafte deutsche Automarken. Unter anderen auch VW und Co. Nach beginn des Diesel-Skandals führten wir zusammen mit der TU-Sonneberg mehrere Tests an verschieden Motoren zur Ermittlung der Abgaswerte durch. Gemessen wurden hauptsächlich die Klimakiller wie CO² und NOX. Einer der Studenten bestand darauf den Trabant seines Großvaters auf den Prüfstand zustellen und ebenfalls eine Messung durchzuführen. Die Abgaswerte hatten uns alle überrascht. Zwar waren die Werte nicht im Bereich der aktuell geforderten Abgasnormen, lagen aber relativ dicht an der Euro 4. Wir sahen sofort das Entwicklungspotenzial in den kleinen Zweitakter. Wir besorgten uns einen gut erhaltenden Trabant mit dem Baujahr 1987. Dieser besaß schon einen sogenannten Sparvergaser, ein verzweifelter Versuch der von der DDR-Regierung veranlasst wurde, um Benzin zu sparen. In aller Eile haben wir den Motor mit ein AdBlue-Anlage versehen und neue Test angesetzt. Das Ergebnis war phänomenal. Wir haben es durch ein einfachen Tick geschafft, die blaue Abgasfahne zu beseitigen und den NOX-Anteil auf ein Viertel zu reduzieren."

Dieser kleine Erfolg war nur der Anfang einer neuen Versuchsreihe. Die Entwickler tüftelten weiter an dem kleinen Triebwerk. Sie probierten mit den Einsatz von Turboladern, Kompressorladern, Direkteinspritzsystemen, moderne Lager und geänderten Gusslegierungen den Motor technisch weiterzuentwickeln.

Dip. Ing. Martin Müller berichtet weiter: "Der Einsatz eines Kompressorladers erwies sich als sinnvolle Maßnahme zur Steigerung der Leistung, da ein Turbolader zu träge auf den Zweitaktmotor reagiert, das sogenannte Turboloch war einfach zu groß. Zudem konnten durch die besondere Bauform des Kompressors die Einlassdrehschieber entfallen. Auch der Einsatz der Direkteinspritzung führte zu einer optimalen Leistungsentfaltung."

Leider führte der Einsatz einer Direkteinspritzung zum Verlust der klassischen Gemisch-Schmierung der beweglichen Motorteile durch das Benzin-Ölgemisch, aber auch hier fand man eine einfache Lösung. Der Motor bekam eine neuentwickelte Getrenntschmieranlage. Zwei Düsen in den Einlässen zum Kurbeltrieb besprühen alle beweglichen Motorenteile mit der benötigten Ölmenge.

Stolz berichtet uns der Motorenentwickler über die neuen Motorwerte: " Knapp 65kW (88PS) bei 4500 U/min und ein Drehmoment von knapp 215Nm bringt das kleine 594cm³ Triebwerk auf den Prüfstand. Eine beachtliche Leistung für so ein kleinen Motor. Auch die Abgaswerte können sich sehen lassen. Wir erreichen mit unseren Upgrade solide die Abgasnorm Euro 6 mit dem Einsatz von teilsynthetischen Mischöl und normalen E10-Benzin. Wir führen aber schon Versuche mit E85-Benzin und verschiedenen vollsynthetischen Ölen mit relativ guten Ergebnissen durch. Auch der Verbrauch an AdBlue hält sich in vertretbaren Rahmen. Er beträgt zur zeit 5L auf knapp 7000 Betriebsstunden."

Nun suchen die Entwickler ein geeignetes Versuchsfahrzeug zum Testen des Motors im Straßenverkehrs. "Die Chancen stehen gut für unseren kleinen Motor. Der Entfall von Ventilen zur Steuerung des Motor sowie die Anwendung von nur zwei Arbeitstakten machen den Motor zu einer sehr günstigen alternative zu Viertakt- und Elektromotore. Den Verbrauch schätzen wir auf unter 5L auf 100km bei einer Fahrzeugmasse von unter einer Tonne." fügte Dip. Ing. Martin Müller zum Schluss unseres Interviews hinzu.

Einziger Mangel der Weiterentwicklung, das Fahrzeug benötigt nun 3 gesonderte Tanks zur Bewahrung der Betriebsstoffe Benzin, Öl und AdBlue, aber was tut man nicht alles für die Umwelt.

Uns bleibt nur zu hoffen, dass wir in Zukunft mehr von diesem kleine Wunderwerk zu hören kriegen.

Beliebt

  1. Die isländische Regierung bezahlt 5000 US- Dollar für jeden Mann, der eine isländische Frau heiratet !

    1

    Die isländische Regierung bezahlt 5000 US- Dollar für jeden Mann, der eine isländische Frau heiratet ! Das ist die neueste Nachricht aus Island. Island ist ein kleines Land im Norden Europas, welches sehr berühmt ist, durch seine Vulkane und die wilde Natur. Nun erobert es wieder die weltweiten Medien, mit einer extrem ausgefallenen Idee. Die Regierung von Island plant, seine Bevölkerung zu erhöhen, die in den den letzten Jahren stets gesunken ist. Die weibliche Bevölkerung nimmt immer mehr zu und die Frauen sind kaum noch in der Lage einen passenden Mann für sich zu finden. Daher hat die Isländische Regierung beschlossen, auf eine sehr interessante Art und Weise die Bevölkerungszahl zu erhöhen. Damit wäre dann das Problem gelöst. Jeder Mann, der eine Isländerin heiratet bekommt von der Regierung eine Einmahlzahlung in Höhe von 5000 US-Dollar. Also Männer, wer hat Lust auf ein etwas kälteres Klima, aber dafür mehr Geld in der Tasche?!

  2. Radar: Bußgelder bald auf den Wert des Fahrzeugs angepasst

    2

    Radar: Bußgelder bald auf den Wert des Fahrzeugs angepasst Wenn Sie mit überhöhter Geschwindigkeit geblitzt werden, dann wird die Höhe Ihrer Geldstrafe von der Marke und dem Modell Ihres Fahrzeugs abhängen. Je wertvoller das Fahrzeug ist, umso höher soll das Bußgeld ausfallen. Mit Hilfe der Bilder, die von den Kameras der Blitzer aufgenommen werden, wird hierfür das Modell Ihres Autos, Motorrads oder LKWs bestimmt. Die Besitzer billiger Fahrzeuge erhalten ermäßigte Geldbußen, während die Fahrer von Premium-Autos und Luxusschlitten deutlich höhere Bußgelder berappen müssen. Diese Maßnahme ist eine Reaktion auf die soziale Ungleichheit zwischen denen, die es sich leisten können, ihre Strafen ganz locker zu bezahlen, und denjenigen, die wirklich unter dem „repressiven System“ leiden. So werden die reichen Leute ebenso empfindlich dort getroffen, wo es ihnen richtig wehtut, und zwar am Geldbeutel. Von dieser Maßnahme erhofft man sich auch, dass sie dazu beitragen wird, die Zahl der Verkehrsdelikte zu senken. Zugleich soll der Eindruck, den immer mehr Verkehrsteilnehmer gewonnen haben, nämlich dass man für viele Verkehrsverstöße keine ernsthaften Konsequenzen zu fürchten braucht, eingedämmt werden.

  3. Allen Neugeborenen wird ab dem Jahr 2018 ein Mikrochip implantiert

    3

    Allen Neugeborenen wird ab dem Jahr 2018 ein Mikrochip implantiert Die Babys werden im Jahr 2018 geboren werden, wird ein Mikrochip unter der Haut implantiert Mutterschaft haben. Diese Maßnahme würde decken alle Neugeborenen in Europa. Über die Größe eines Reiskorns, in dem Arm mittels einer örtlichen Betäubung implantiert wird der Chip versehentlichen Babytausch verhindern und die Patientenakte enthält. Im Laufe seines Lebens, andere Informationen können in dem Mikrochip, wie CV, Diplome und Strafregister aufgenommen werden. Die Informationen werden nur von akkreditiertem Service zunächst respektieren das Recht auf Schutz der Privatsphäre zugänglich sein. Private Unternehmen, darunter Belgien, haben bereits die Installation von Mikrochips für ihre Mitarbeiter einrichten. Ein System, das auf freiwillige Arbeit, die dazu bestimmt ist, die Plakette und Sicherheit Punktzahl zu ersetzen. Die Tore am Eingang lesen Sie die implantierten Informationen und Hilfe das Kommen und Gehen zu Spitzenzeiten optimieren. Die Unternehmen mit diesem System angezeigt eine gewisse Befriedigung, wie es auf kleinen Betrug Score gerettet hat. Das futuristische Bild, das durch den Chip befördert erwarten den Start up, die immer wahrscheinlicher sind, um es ihren Mitarbeitern zu bieten. Das obligatorische Abplatzen von Neugeborenen konnte die Rekrutierung erleichtern und das Vertrauen Kapital, weil mit dem Chip stärken, ohne Frage auf dem Lebenslauf betrügt.

  4. Island zahlt 4500 Euro pro Monat, wenn Sie einen Isländer heiraten

    4

    Island zahlt 4500 Euro pro Monat, wenn Sie einen Isländer heiraten Verdienen Sie sich Ihren Lebensunterhalt, indem Sie einen Isländer heiraten! In Island wird dieser Job, der Gold wert ist, eingeführt, um die Demographie zu fördern. Die Anzahl der Alleinstehenden und der Kinder ist in diesem kleinen Land im Norden sehr niedrig. Der Staat versucht derart verzweifelt seine Töchter unter die Haube zu bringen, dass er sogar die Männer dafür zahlen würde, sie zu heiraten. Der Betrag müsste ausreichen, um in diesem Land komfortabel davon leben zu können, denn, nun ja, die einzige Bedingung, die gestellt wird, um diesen Lohn zu beziehen, besteht darin, in Island zu leben.

  5. Ronaldo unterschreibt fuer 220 mili. beim Liverpool

    5

    Ronaldo unterschreibt fuer 220 mili. beim Liverpool Unglaublich

Beliebt

Wettersturz in Ibiza!

Wettersturz in Ibiza!

Pospich Glas und Gebäudereinigung wiederholt bester Arbeitgeber

Pospich Glas und Gebäudereinigung wiederholt bester Arbeitgeber

Immo crasht den gig

Immo crasht den gig

Frank Brosig, schönster Mann der Welt

Frank Brosig, schönster Mann der Welt

Bau der Hängebrücke Bettenfeld beginnt 2018

Bau der Hängebrücke Bettenfeld beginnt 2018

Terroreinsatz  in Pforzheim

Terroreinsatz in Pforzheim